Der Einladung folgten nicht nur Angelbachtaler Bürger in das Vereinsheim den TSV Angelbachtal-Eichtersheim. Bürgermeister Werner berichtete mit vielen Bildern sehr eindrücklich über die Delegationsreise des Rhein-Neckar-Kreises. Die teilnehmende Delegationsgruppe nahm eine Woche lang intensiv an dem Austausch teil und erhielt Einblicke in Politik, Wirtschaft und Kultur des Landes.
Der Landrat hatte die Reise initiiert, um den wirtschaftlichen und kulturellen Dialog zu vertiefen. Im Mittelpunkt war ein praxisnaher Wirtschaftsaustausch, eine Kooperation im Bereich der sonderpädagogischen Arbeit und eine Kunstausstellung mit Künstlern aus unserem Landkreis. Zu Beginn der Reise stand ein Besuch in der Deutschen Botschaft in Peking, mit einer Lageeinschätzung über die bilateralen Beziehungen.
In den Ballungsgebieten leben Chinesen überwiegend in Hochhäusern, was ein Kennzeichen der urbanen Struktur sei. Das Klima während der Reise zeigte sich schwül mit häufigen Regenschauern. Die Fortbewegung der Chinesen erfolgte überwiegend mit E-Rollern, ein modernes Zeichen der urbanen Mobilität. Zu den Programmpunkten gehörte der Besuch des ehemaligen Kaiserpalasts, ein Ort von historischem Gewicht und Bedeutung. Die Palastanlage ist etwa zehn Mal größer als der Angelbachtaler Schlosspark und wird als „verbotene Stadt“ bezeichnet, da der Kaiser und sein Gefolge früher allein dort privilegierten Zugang hatte. Am Abend stand eine Begegnung am „runden Tisch“ mit der regionalen Küche im Mittelpunkt. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch der Chinesischen Mauer, deren Länge beeindruckende 21.000 Kilometer umfasst. Die Mauer wird auch als Handelsstraße beschrieben und bietet Besuchern ein faszinierende Erlebnis.
Kultureller und wirtschaftliche Austausch prägte den Besuch auch in Taicang, der Partnerstadt Rhein-Neckar-Kreis, nordwestlich in der Nähe von Shangai gelegen. In Taicang arbeiten rund 550 deutsche Firmen, was die wirtschaftliche Bedeutung der Partnerschaft unterstreicht. China hat in der Vergangenheit große Investitionsprojekte realisiert, wie beispielsweise die Schnellbahnstrecke Peking-Shanghai. Entlang dieser Achse wohnt etwa 1/4 der chinesischen Bevölkerung. Die Delegation machte Station im Chinesisch-Deutschen Freundschaftswald und fuhr dann weiter nach Shanghai zum Besuch des German Centre, welches ebenfalls ein wichtiges Wirtschaftsförderzentrum darstellt.
Abschluss und Ausblick: Die Delegation hob schlussendlich nochmals die Bedeutung des fortgesetzten Wirtschafts- und Kulturaustauschs hervor. China bleibt ein wichtiger Partner für Deutschland.
