Frühjahrskräuter – Power pur!

Gleich beim ersten Stopp wurden auf kleinstem Raum mehr als 5 Kräuter im vermeintlichen Unkraut gefunden. Das Besondere zu dieser Jahreszeit sei, dass in allen Kräutern sehr viel Vitamin C vorhanden ist und sie prall gefüllt mit wertvollen Mineralstoffen seien, die unseren Körper wirksam bei der Entschlackung, Blutreinigung und Entgiftung unterstützen.

Da war zum Beispiel das Scharbockskraut, eines der ersten Pflanzen im Frühjahr. Die zarten, herzförmigen Blätter schmecken frisch und etwas scharf. Diese Scharfstoffe bringen den Stoffwechsel in Schwung. In Kombination mit vielen Mineralstoffen und Vitamin C reinigen sie das Blut und vertreiben die Frühjahrsmüdigkeit. Wichtig sei hier: Nur junge Blätter vor dem Blühen essen. Später enthalten sie Giftstoffe.

„Wer hat schon mal Gänseblümchen gegessen?“ so die folgende Frage von Kräuterfrau Mohr. Blätter, Knospen und Blüten seien essbar. Das Gänseblümchen rege den gesamten Stoffwechsel an und wirke blutreinigend. Weiter ging es mit Löwenzahn, Brennnessel und schließlich das alle Zeit gefürchtete Unkraut Giersch. Einige Teilnehmer wagten es, ein Blatt zu probieren und die Überraschung war groß. Giersch sei ein wohlschmeckendes Wildgemüse, könne als Salat oder Gemüse zubereitet werden und erinnere in Geruch und Geschmack an Petersilie und ein wenig an Karotten. Er enthalte viel Eisen, Vitamin C, Karotin und Eisen. Immer wieder betonte Mohr mit Nachdruck: „Wildkräuter dürfen nur verwendet werden, wenn man sich ganz sicher ist, um welche Pflanze es sich handelt“. Neben vielen anderen wertvollen Entdeckungen war dann noch das Pflaster der Natur. Hat man beim Wandern eine Blase am Fuß, so lege man ein Breitwegerichblatt zwischen Socke und Fuß, ziehe den Schuh wieder an und wandere weiter. Durch die Reibung treten die heilende und kühlende Säfte aus der Pflanze und wirken auf die Wunde ein. „Es ist einfach toll zu entdecken, welche wertvollen Kräuter vor unserer Haustüre wachsen, ohne dass wir dafür was tun müssen“ so eine Teilnehmerin gegen Ende der Führung.

Nach dem von den gesammelten Kräutern selbst erstellten und gemeinsam verzehrten Kräuterbuffet im Gasthaus Topspin machten sich die Teilnehmer fröhlich und motiviert, das eigene Unkraut im Garten zu nutzen, wieder auf den Heimweg. Der Veranstalter CDU-Gemeindeverband Angelbachtal ist sich sicher, diese Veranstaltung nächstes Jahr wieder anzubieten.

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Zeichnung