Die Wilden im Sommer

Der Geruch des schon fast verblüten Bärlauches zog als erstes alle Aufmerksamkeit auf sich. Hier wies Frau Mohr auf die wichtigen Unterschiede zu den giftigen Maiglöckchen hin, denen der Bärlauch doch sehr ähnelt. Auch mit dem Samen des Bärlauches können Speisen wunderbar verfeinert werden. Der Holunder lässt nicht lange auf sich warten. Doch Achtung: Rohe Beeren dieser Pflanze sind leicht giftig ung können beim Verzehr zu Brechdurchfall führen. Im verarbeitenden Zustand wirkt ein Aufguss von den Blüten schweißtreibend und hilft bei fiebrigen Erkrankungen. Gegen Husten wirken die enthaltenen ätherischen Öle. Etwas weiter steht die Schafgabe. Sie wirkt desinfizierend und heilend bei Wunden. Von nichts zu übertreffen ist jedoch der Spitzwegerich. Sogar als Pflaster kann er verwendet werden. Die Brennessel ist das Heilkraut schlechthin. Blätter und Wurzeln wirken heilend auf die Harnwege und die Atemorgane, bei Magen- und Darmkatarrhen, zur Blutreinigung, gegen Hautunreinheiten und auch bei rheumatische Beschwerden. Als Tee, im Salat oder die Samen pur.... Die Phytotherapeutin Mohr lässt sich kaum bremsen. Immer wieder findet sie etwas Grünes, welches gut schmeckt oder durch korrekte Anwendung heilend wirkt. Durch ihre eigene Begeisterung hat sie es nicht schwer, ihre Zuhörer in den Bann zu ziehen. Jedoch betont sie immer wieder mit Nachdruck: „Wildkräuter dürfen nur verwendet werden, wenn man sich ganz sicher ist, um welche Pflanze es sich handelt“. Auch darf man sich bei ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden nicht ausschließlich auf die Kräuter verlassen. Auf den Arztbesuch sollte hier nicht verzichtet werden.

Nach dem von den gesammelten Kräutern selbst erstellten und gemeinsam verzehrten Kräuterbuffet teilt Referentin Mohr den Zuhörern ihr Wissen über die „Wilden im Sommer“ in einem zusammenfassenden Vortrag mit. Im Anschluss kann sich jeder Besucher Wildkräuterrezepte mit nach Hause nehmen. CDU- Gemeindeverbandsvorsitzende Monika Kramer bedankt sich gemeinsam mit ihrer Vertreterin Stephanie Brecht mit einem Kräuter-Gemüsestrauß bei Beate Mohr und drückt die Begeisterung aller aus. Der Abend endet mit einen herzlichen Applaus und sehr zufriedenen Teilnehmern.

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Zeichnung